Wissenswertes über:
Der Jugendstil ist eine kunstgeschichtliche Epoche um die Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert. Er zeichnet sich durch dekorativ geschwungene Linien sowie flächenhafte orale Ornamente aus. Ein weiteres unverwechselbares Kriterium des Jugendstils ist die Aufgabe von Symmetrien.
Der Begriff ‚Jugendstil‘ ist nur im deutschsprachigen Raum, den Niederlanden, den Nordischen Ländern und in Lettland in Gebrauch. Benannt ist er nach der 1896 gegründeten Münchner Kulturzeitschrift ‚Die Jugend‘.
Zur Programmatik des Jugendstils gehörte unter anderem die Forderung nach Funktionalität und Ausdruck der Funktion in der Erscheinung der Dinge. Die Funktion eines Möbelstückes zum Beispiel sollte auch dessen Gestaltung bestimmen. Eine der zentralen Fragen des Jugendstils war die Frage nach dem so genannten ‚modernen‘ Stil, dem ‚Stil unserer eigenen Zeit‘.
Geschichtlich steht der Jugendstil zwischen Historismus und moderner Kunst. Er wird häufig als eine Antwort auf verschiedene vorausgehende Zeitströmungen des 19. Jahrhunderts verstanden. So zum Beispiel auch als Reaktion auf das Aufkommen von mit Verzierungen überladener, maschinell hergestellter Massenware im viktorianischen England.
Trotz allem darf man nicht vergessen, dass der Jugendstil keine geschlossene Bewegung war. Es handelt sich eher um eine Reihe von Strömungen innerhalb Europas. Das alles hat jedenfalls zur Entstehung eines wunderschönen Stils beigetragen, der sich auch heute noch z.B. mit unseren Beschlägen oder Verzierungen wunderbar einsetzen lässt.
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